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Leinwände allgemeine Informationen

 

Die Wahl der richtigen Projektionswand:

 

Obwohl viele sich dessen nicht bewusst sind, stellen Projektionswände einen wesentlichen Bestandteil einer Vorführungsaufstellung dar. Wie gut Ihr Projektor an sich auch sein mag, das projizierte Bild muss von mehreren Menschen gesehen und gelesen werden können. Die Wahl der richtigen Projektionswand spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle.

 

Das Ziel einer Projektionswand ist nämlich zweierlei: Zum einen soll die optische Information wiedergegeben werden, ohne dass etwas von der Bildqualität verloren geht, und zum anderen darf das projizierte Licht die Sicht des Publikums nicht beeinträchtigen. Beide Aspekte sind erforderlich, um zu gewährleisten, dass Ihre Botschaft beim Publikum richtig ankommt.

 

Jede Situation ist anders. Darum ist auch das Angebot von Projecta für Projektionswände und Tuchsorten besonders umfangreich. Nachstehend werden die wichtigsten Auswahlkriterien erläutert.

 

1. Schritt: Der Projektionswandtyp

Die Entscheidung für eine mobile oder feststehende Projektionswand hängt von der jeweiligen Situation oder aber von Ihren persönlichen Wünschen ab. Ganz allgemein gilt, dass für einen permanenten Vorführraum eine handbediente oder elektrische Projektionswand gewählt werden sollte. Eine mobile Projektionswand empfiehlt sich als bessere Wahl, wenn die Wand an unterschiedlichen Orten eingesetzt werden soll.

 

2. Schritt: Die Größe

Da heutzutage neben der Videoprojektion immer öfter Datenmaterial projiziert wird, muss die Projektionswand nicht nur groß genug sein, damit das Publikum alles gut sehen kann, sondern die Zuschauer müssen auch in der Lage sein, Texte und Zahlen deutlich lesen zu können. Die richtige Größe der Projektionswand lässt sich anhand der folgenden Faustregeln bestimmen:

 

  • Die Breite der Projektionswand muss etwa 1/4 der Entfernung von der Projektionswand bis zur letzten Sitzreihe betragen.
  • Der untere Rand der Projektionswand sollte sich etwa in einer Höhe von 100 cm zum Fußboden befinden.

 

3. Schritt: Die Außenmaße

Je nach Projektion weist das projizierte Bild ein bestimmtes Breiten-/Höhenverhältnis auf. Für das beste Ergebnis empfiehlt es sich, eine Projektionswand mit dem gleichen Verhältnis wie das projizierte Bild zu wählen.

Breiten-/Höhenverhältnis

 

  • Standardformat 1:1
  • Videoformat 4:3
  • Diaformat 3:2
  • Breitbildformat 16:9

 

4. Schritt: Die richtige Tuchsorte

Die Wahl des richtigen Projektionstuchs hängt ganz eng mit dem jeweiligen Verwendungszweck zusammen. Nachstehend sind die wichtigsten Umgebungsfaktoren aufgeführt:

 

  • Aufstellung im Präsentationsraum und Projektor Die Aufstellung im Präsentationsraum (Sichtwinkel) und die Position des Projektors (an der Decke oder auf einem Tisch) sind die ausschlaggebenden Umgebungsfaktoren, die bei der Wahl des richtigen Tuches eine entscheidende Rolle spielen. Eine Projektionswand wirft das projizierte Bild gemäß einem bestimmten Prinzip auf die Projektionswand. Bei einer falsch gewählten Tuchsorte ist das Bild noch immer nicht für alle lesbar.
  • Umgebungslicht und Lichtausbeute des Projektors Die Eigenschaft der Projektionswand, Licht in eine bestimmte Richtung zu streuen, beeinflusst nicht nur den Sichtwinkel, sondern auch die Helligkeit des Bildes. Eine Projektionswand, die das Licht gleichmäßig streut, weist einen größeren Sichtwinkel und einen geringeren Reflexionswert auf.

Projektionswände, die das Licht stärker bündeln, bieten einen höheren Reflexionswert bei einem kleineren Sichtwinkel. Wie hell das Bild sein muss, um deutlich lesbar zu sein, hängt von der Stärke des Umgebungslichts, dem Reflexionswert der Projektionswand und der Lichtausbeute des Projektors ab.

Die Lichtmenge, die von der Projektionswand reflektiert wird, wird in Lux ausgedrückt. Für ein ausreichend kontrastreiches und somit deutlich lesbares Bild muss der Kontrast zwischen dem projizierten Bild und der dahinter liegenden Wand mindestens 5:1 betragen. Untersuchungen haben ergeben, dass man bei normalem Umgebungslicht 400 Lux von der Projektionswand lesen können muss.

 

Der Lux-Wert wird folgendermaßen berechnet:

LUX = Lichtausbeute d. Projektors in ANSI-Lumen geteilt durch Oberfläche der Projektionswand mal X Reflexionswert (gain)

 

Wenig Umgebungslicht = 100 Lux Normales Umgebungslicht = 400 Lux

 

Da aber jede Situation anders ist, können die Auswahlkriterien nur als Richtlinie gelten.

 

Tuchsorten und deren Merkmale:

 

Um für jeden Projektionseinsatz und -raum die passende Projektionswand zu bieten, wurden mehrere Projektionstuchsorten entwickelt. Alle diese Tuchsorten werden nachstehend jeweils mit ihren spezifischen Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten erläutert.

 

Diffus reflektierende Tuchsorten (Typ D)

 

Tuchsorten:

Mattweiß, Mattweiß S, Mattweiß M, Mattweiß P, Da-Tex

 

Optische Eigenschaften:

Diffus reflektierende Tuchsorten verteilen das projizierte Licht gleichmäßig über einen breiten horizontalen und vertikalen Sichtwinkel. Ihre Leuchtdichte beträgt 1 (gain).

 

Anwendung:

Projektionswände mit diffus reflektierendem Tuch sind für ihre vielseitige Einsatzfähigkeit bekannt. Sie sind die richtige Wahl für alle Einsätze, bei denen ein breiter Sichtwinkel erforderlich ist oder ein Projektor mit hoher Lichtausbeute verwendet wird.

 

Specular reflektierende Tuchsorten (Typ S)

 

Tuchsorten:

Datalux, Datalux F, Datalux S, Datalux M, Pearlescent, Etalux

 

Optische Eigenschaften:

Durch eine spezielle Deckschicht wird ohne nennenswerte Einbußen des Sichtwinkels eine erhöhte Leuchtdichte erzielt. Merkmal ist die Reflexion des auf die Projektionswand projizierten Lichts wie bei einem Spiegel. Die Winkel sind zwar gleich, aber der Abstrahlwinkel ist dem Auftreffwinkel entgegengesetzt.

 

Anwendung:

Specular reflektierende Projektionswände sind für Projektionseinsätze entwickelt worden, bei denen sowohl ein breiter Sichtwinkel als auch erhöhte Reflexion erforderlich ist. Zum Beispiel für Fälle, in denen wegen hoher Umgebungshelligkeit und niedriger Projektorleistung eine erhöhte Leuchtdichte erforderlich ist. Aufgrund ihrer reflexiven Eigenschaft eignet sich diese Tuchsorte vorzugsweise für Projektionsräume mit einem an der Decke aufgehängten Projektor.

 

Retro-reflexive Tuchsorten (Typ B)

 

Tuchsorten:

High Power

 

Optische Eigenschaften:

Das besondere Merkmal von retro-reflexiven Projektionswänden sind in der Projektionsfläche imprägnierte winzige Glaskörner. Das Ergebnis ist eine unübertroffene Helligkeit bei durchschnittlichem Sichtwinkel. Retro-reflexives Tuch reflektiert das projizierte Licht zum größten Teil zurück in Richtung des Projektors; der Auftreffwinkel ist dem Abstrahlwinkel gleich.

 

Anwendung:

Retro-reflexive Tuchsorten eignen sich hervorragend für Einsätze mit begrenztem Sichtwinkel und viel Umgebungslicht. Wenn der Projektor auf gleicher Höhe wie das Publikum aufgestellt ist, sind retroreflexive Tuchsorten die richtige Wahl, da das projizierte Licht überwiegend in Richtung des Projektors verteilt wird.

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