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Beamer - Projektoren allgemeine Informationen

 

 

Geräteauswahl:

Die Auswahl eines geeigneten Daten-/Videoprojektors kann in drei Schritten vorgenommen werden:

 

1. Schritt:

Zunächst sollte man sich über das gewünschte Einsatzgebiet im Klaren sein. Ist ein mobiler Einsatz des Gerätes geplant, so stellt in den meisten Fällen das Gerätegewicht (zusammen mit den Abmessungen) das wichtigste Auswahlkriterium dar. Hierbei sollte noch genauer hinterfragt werden, ob der Geräteeinsatz nur in verschiedenen Räumen des gleichen Gebäudes oder an wechselnden Standorten außerhalb des Hauses geplant ist. Im ersten Fall kann unter Umständen ein Gerät mit einem Gewicht bis ca. 10,0 kg noch als „mobil“ handhabbar gelten. Im zweiten Fall sollte bei Mitnahme des Gerätes z.B. im PKW ein Gewicht unter ca. 5-6 kg ausgewählt werden. Bei häufigem mobilen Einsatz z.B. mit Flugzeug oder Bahn sollte eine Geräteklasse mit handgepäcktauglichem Gewicht unter 3 kg zum Einsatz kommen.

 

Beim stationären Einsatz spielt das Gewicht meist eine untergeordnete Rolle. An Geräte für die Festinstallation werden in erster Linie spezielle Anforderungen gestellt hinsichtlich variabler Aufstellungsmöglichkeiten (Montage unter der Decke oder Aufstellung hinter einer Rückprojektions-Mattscheibe), der Verfügbarkeit und Justierungsmöglichkeit spezieller Wechsel-Objektive sowie umfangreicher elektrischer Anschlüsse.

 

2. Schritt:

Nach dieser grundsätzlichen Geräteauswahl werden technische Kriterien, wie die darstellbare Bildauflösung und die Lichtleistung, zur Selektion eines geeigneten Gerätes herangezogen. Eine nähere Beschreibung dieser Kriterien finden Sie weiter unten.

Wichtig für eine gute Darstellungsqualität ist, dass bei Datenprojektion die Bildauflösung des Projektors genau der Auflösung des Computers entspricht. Werden Videosignale von DVD, Videorecorder oder einem TV-Empfänger projiziert, sollte der Projektor für eine befriedigende Darstellungsqualität mindestens über eine Auflösung von 800 x 600 Bildpunkten (SVGA-Auflösung) verfügen. Aus der Lichtleistung eines Projektors, gemessen in „ANSI“-Lumen, ergibt sich, in Abhängigkeit zu der Umgebungshelligeit des Raumes und der projizierten Bildgröße auf der Projektionsfläche, der Helligkeitseindruck beim Betrachten des Bildes. Hierbei sollte man sich zunächst darüber im Klaren sein, dass die Helligkeit des projizierten Bildes unmittelbar mit der Bildgröße zusammenhängt: Wird bei vorgegebener Lichtleistung (z.B. 1000 ANSI-Lumen) ein „großes“ Bild projiziert, so erscheint dieses Bild dunkler als ein „kleines“ Bild, da sich der Lichtstrom der Lampe auf eine größere Fläche verteilt. Die Lichtleistung des Projektors sollte bei vorgegebener Bildgröße außerdem so bemessen sein, dass ein befriedigender Helligkeitseindruck auch ohne vollständige Abdunklung des Raumes erreicht wird, um beispielsweise den Konferenzteilnehmern ein Mitschreiben zu ermöglichen.

 

3. Schritt:

Nach der Eingrenzung der in Frage kommenden Geräteklasse in Bezug auf Gewicht, Bildauflösung und Lichtleistung können in einem dritten Schritt die Geräte verschiedener Hersteller anhand sekundärer technischer Merkmale wie Kontrastverhältnis, Ausleuchtung, Bildschärfe, Farbtreue, Lampenlebensdauer, Betriebsgeräusch etc. und natürlich ihrem Preis-/ Leistungsverhältnis, miteinander verglichen werden.

 

Bildauflösung:

Bei aktuellen Projektionstechnologien wie LCD- oder DLP™- Technik wird das zu projizierende Bild aus einer Matrix von horizontal und vertikal angeordneten, einzelnen Bildpunkten („Pixeln“) erzeugt und auf der Leinwand abgebildet. In vergleichbarer Form liegen die zu projizierenden Computerdaten im Speicher des Computers als einzelne Bildpunkte vor. Grundsätzlich gilt: Je größer die Anzahl der Bildpunkte ist, desto detailreicher kann die Darstellung erfolgen. Als die wichtigsten Bildauflösungs-Formate unterscheidet man im Präsentationsbereich heute:

VGA: 640 x 480 Pixel, inzwischen veralteter Standard bei PC-Systemen;

SVGA: 800 x 600 Pixel, Standard bei PC-Systemen, insbesondere bei vielen Notebook-PCs;

XGA: 1024 x 768 Pixel, am weitesten verbreiteter Standard bei PC-Systemen im Präsentationsbereich;

SXGA: 1280 x 1024 Pixel, hochauflösender Standard für Workstation-Computer, im Präsentationsbereich kaum angewendet;

UXGA: 1600 x 1200 Pixel, hochauflösender Standard für Workstation-Computer, im Präsentationsbereich kaum angewendet;

MAC: 832 x 624 Pixel bzw. 1152 x 870 Pixel bei Apple Macintosh Computern.

 

Für eine gute Darstellungsqualität ist es wichtig, dass die native (reale) Auflösung des Projektors exakt der eingestellten Monitorauflösung des Computers entspricht (z.B. Ausgabe eines XGA-Bildsignales eines Computers an einen Projektor mit XGA-Auflösung). Hierbei wird jeder Bildpunkt im Speicher des Computers von genau einem Bildpunkt des Projektors dargestellt. Weicht die Auflösung des Computers in horizontaler und/oder vertikaler Ebene von der des Projektors ab, muss der Projektor meist eine sog. Skalierung des Bildinhaltes durchführen, was zu sichtbaren Verlusten in der Darstellungsqualität führt. Als native Auflösung eines Projektors bezeichnet man die Anzahl realer Pixel, die zur Darstellung zur Verfügung stehen (z.B. XGA). Allerdings akzeptieren viele Geräte an ihren Signaleingängen auch ein Computersignal höherer Auflösung (z.B. SXGA), welches zur Darstellung dann verlustbehaftet komprimiert wird. Die Darstellung niedrigerer Auflösungen als der nativen Auflösung ist stets problemlos möglich. Die Skalierungsverluste sind in diesen Fällen meist kaum sichtbar.

 

Lichtleistung:

Die Lichtleistung eines Daten-/Videoprojektors, genauer gesagt dessen Lichtstrom, wird in der physikalischen Maßeinheit „Lumen“ angegeben. Um eine möglichst objektive Vergleichbarkeit zwischen den Leistungsangaben verschiedener Hersteller sicherzustellen, wird die Lichtleistung nach einem festgelegten Verfahren des American National Standards Institute (ANSI) ermittelt. Hierbei werden in einem dunklen Raum (mittels eines speziellen Testbildes) zunächst die Helligkeits- und Kontrastregler des Gerätes zur bestmöglichen Wiedergabe bestimmter Grautöne eingeregelt. Danach wird ein 100 % weißes Bild projiziert, auf dem dann mit einem sog. Luxmeter an 9 gleichmäßig verteilten Messpunkten die Beleuchtungsstärke gemessen wird. Aus diesen 9 Messwerten wird das arithmetische Mittel (Durchschnittswert) gebildet und mit der Bildgröße (in m2) multipliziert, wodurch das Messergebnis unabhängig von der Bildgröße gilt.

Im Bereich heutiger Firmen-Präsentationen ist eine völlige Abdunklung des Konferenzraumes meist unerwünscht, um den Zuschauern das Mitschreiben von Notizen zu ermöglichen. Die Projektion erfolgt in diesem Fall unter Hellraumbedingungen, man spricht von einer „Hellraumprojektion“. Bei einer solchen Hellraumprojektion wird das projizierte Bild des Projektors von einer störenden, kontrastmindernden Umgebungshelligkeit überlagert. Für einen befriedigenden Bildeindruck sollte die durch das einfallende Projektionslicht erzeugte Leuchtdichte auf der Leinwand mindestens 5-mal heller sein als durch das Umgebungslicht.

Zur Ermittlung einer ausreichenden Lichtleistung eines Datenprojektors muss die Größe der Projektionsfläche bekannt sein. Hierzu sollte die ungefähre Anzahl der Zuschauer bzw. damit verbunden der maximale Betrachtungsabstand des Zuschauers in der letzten Sitzreihe abgeschätzt werden. Die Bildbreite sollte dann ca. 1/4 dieses max. Betrachtungsabstandes betragen, um bei Computer-Präsentationen auch kleinere Schriften lesbar darstellen zu können. Bei ausschließlicher Darstellung von Videobildern könnte die Bildbreite u.U. auf ca. 1/6 dieses Abstandes reduziert werden, da hier meist die Erkennbarkeit feiner Details nicht notwendig ist. Die Bildhöhe läßt sich dann aufgrund des vorgegebenen Bild- Seitenverhältnisses von meist 4:3 (Bildbreite:Bildhöhe) leicht errechnen.

Ausgehend von der Annahme, dass ein leicht abgedunkelter Konferenzraum eine Umgebungshelligkeit von ca. 150 Lux aufweist, lässt sich die nötige Lichtleistung eines Datenprojektors wie folgt grob abschätzen:

 

Lichtleistung (Lumen) = 150 Lux x 5 x Bildfläche (m2).

 

Beispiel: Bei einem max. Betrachtungsabstand von 8 m ist eine Bildbreite von 2 m angemessen. Die Bildhöhe entspricht dann 3/4 der Bildbreite (also 1,5 m), womit sich eine Projektionsfläche von 2 m x 1,5 m = 3 m2 ergibt. Die Lichtleistung des Projektors sollte dann etwa 150 x 5 x 3 = 2250 ANSI-Lumen betragen. Kann die Umgebungshelligkeit des Raumes auf ca. 100 Lux abgedunkelt werden, so genügt in diesem Falle auch ein Gerät mit 1500 ANSI-Lumen.

 

Natürlich beraten wir Sie gerne bei der Ermittlung der geeigneten Lichtleistung!

 

Kontrastverhältnis:

Das Kontrastverhältnis eines Projektors gibt an, um wie viel heller das Bild bei der Projektion von 100 % Weiß im Gegensatz zur Projektion von 100 % Schwarz ist. Ein hohes Kontrastverhältnis sorgt für kontrastreichere, brillanter leuchtende Bilder.

 

Ausleuchtung:

Aufgrund optischer Gesetzmäßigkeiten erfahren projizierte Bilder zum Rand hin einen leichten Helligkeitsabfall, d.h. das projizierte Bild erscheint an Bildrand dunkler als in der Bildmitte. Der in den Datenblättern verschiedener Geräte angegebene Ausleuchtungs-Wert (in Prozent) gibt an, auf welchen Wert die Helligkeit in den Bildecken im Verhältnis zur Bildmitte abgefallen ist. Werte im Bereich von 80 % oder mehr deuten auf eine relativ gleichmäßige Ausleuchtung hin.

 

Betriebsgeräusch:

Ein nicht zu unterschätzendes Auswahlkriterium beim Kauf eines Daten-/Videoprojektors ist die Geräuschentwicklung der aufgrund der Wärmeentwicklung der Projektionslampen notwendigen Kühlgebläse in den Geräten. Das Betriebsgeräusch eines Projektors wird in den Datenblättern der Hersteller in der physikalischen Einheit Dezibel angegeben. Grundsätzlich gilt: Je kleiner die Dezibel-Angabe, desto leiser ist ein Gerät. Leider sind die Herstellerangaben nicht unmittelbar miteinander vergleichbar, da es kein standardisiertes Messverfahren gibt.

 

Projektionstechnologien:

Bei heute zum Einsatz kommenden Displaytechnologien unterscheidet man zwischen transmissiven und reflektiven Technologien. Bei transmissiver Technik wird das im Projektor bilderzeugende Element (z.B. ein LCD-Panel) durchleuchtet. Zum Einsatz kommt hier meist die sog. Polysilizium-Technik mit 3 separaten LCD-Paneln für die Farben Rot, Grün und Blau (in den nachfolgenden Piktogrammen als „3 x PSi“ gekennzeichnet).

Bei der reflektiven Technologie wird eine reflektierende Matrix aus einzelnen Bildelementen angestrahlt und das Licht richtungsabhängig reflektiert. Ein typ. Vertreter der reflektiven Displaytechnologie ist die sog. DLP™-Technik von Texas Instruments, bei der ein etwa daumennagelgroßer Mikrochip mit tausenden beweglicher Mikrospiegel für die Darstellung des Bildes sorgt.

Ausführlichere Informationen zu diesen Themen erhalten Sie von uns auf Anfrage. Wichtig ist zu wissen, dass jede heutzutage verfügbare Displaytechnologie ihre eigenen, speziellen Vorteile hat.

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